| Beschreibung
Während
normalerweise Email immer auf einen Metalluntergrund aufgeschmolzen wird,
hat das Email keinen metallischen Untergrund. Das fast immer transparente Email
wird so zwischen Metallstege eingetragen, dass es nach dem Brand frei
zwischen diesen Stegen steht, so dass das Licht das Email ungehindert
durchdringen kann
| Bild
unten Eine Fensteremailschale von Valrie Timofeev,
USA. Er arbeitet nach einer von ihm entwickelten Methode.
Das "Netzwerk" der Schale wird über ein
Gerüst aus
Spezialstahl zusammengelötet. Das Email wird dann
nass direkt in die Zellen eingefüllt. Das nasse Email
hält in den Zellen dann nur durch die Oberflächenspannung
des Wassers. Nach dem Troclnen des Emails erfolgt der
erste Brand. Viele Zellen sind nach dem ersten Brand
nur schlecht gefüllt und müssen nachgefüllt werden.
Dieser Prozess muß so lange wiederholt werden bis alle
Zellen gefüllt sind. Je nach Zustand des Emails muß
dann das Werkstück von innen und außen geschliffen werden.
Verschiedene Gerüstformen für diese Technik erhält man
bei Thompson enamel USA.

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Kurzanleitung.
Fensteremails brauchen durchscheinendes Licht. Die aufwendige Technik
lohnt sich also nur für Objekte, durch die das Licht hindurchscheinen
kann wie: Fensterbilder, hochwandige Schalen, Lampenschirme oder
im Schmuck Ohrringe. Es gibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von
Fensteremails. Flache Objekte, bei denen die „Fenster" aus dem
Metall ausgesägt (Bild links) oder wie beim Stegemail aus Zellen gebildet werden,
können auf „Marienglas" oder auf eine dünne
Kupferfolie gelegt werden Die „Fenster"' werden mit zu Brei
angerührtem Email aufgefüllt.Nach mehrmaligem Eintragen und
Brennen der Arbeit kann das Marienglas fast rückstandsfrei entfernt
werden. Wurde mit Kupferfolie unterlegt, wird
die
Folie abgeätzt oder abgeschliffen. Bei komplizierteren Formen, wie z.
B. Schalen oder Schmuckstücken, wird zunächst eine „Untergrundform"
aus Metall oder aus feuerfestem Material hergestellt. Die Stege werden auf
der Form befestigt und das Email eingetragen und mitsamt der Form
gebrannt. Die Form wird sodann mit Säure weggeätzt. Meist muß
die Arbeit dann noch mit Karborundsteinen und Wasser geschliffen und
poliert werden Die Herstellung einer Schale aus Fensteremail gehört
zu den technisch schwierigsten Emailverfahren. Da
diese komplizierte Technik ohne Lehrer kaum vernünftig zu erlernen
ist, wird hier auf eine genauere Anleitung verzichtet

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