| "Email
en ronde bosse" ist der klassische
Ausdruck für das Rundumemaillieren eines Gegenstandes. Vor allem im
Mittelalter war das Emaillieren von gegossenen oder getriebenen kleinen
Plastiken beliebt. Herausragende Beispiele in dieser Technik sind das "Goldene
Rössl" von Altötting oder die Installation "Am
Hofe des Grossmoguls" von Johann Melchior Dinglinger für
August den Starken gefertigt, das heute im Grünen Gewölbe
in Dresden zu sehen ist.
Für Email-Anfänger stellt das dreidimensionale Emaillieren, d.
h. der zu emaillierende Gegenstand soll rundum mit Email betragen werden,
oft ein Problem dar. Aber es sind nur einige kleine Tricks zu beachten, um
zum Erfolg zu kommen.
- Das Auftragen des Emails kann nur nass erfolgen. Wichtig ist, dass
das nasse Email mit einem organischen Kleber versetzt wird, der das
Email vor dem Brennen auf dem Metallgrund hält.
- Das Nassemail muss in seiner Konsistenz so eingestellt werden,
dass es während des Auftragens nicht wegfliessen kann.
- Es müssen Gegenemailständer "erfunden" werden,
die das Werkstück so halten, dass kein sichtbares Email beim
Brennen beschädigt wird.
- Die Brenntemperatur muss so gesteuert werden, dass das Email während
des Brandes nicht von dem Werkstück abfliessen kann.
Anhand einer Kugel von ca 22 mm Durchmesser, die einzeln oder zu
mehreren zu einem Collier verarbeitet werden können, wird die
Grundtechnik erläutert. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse in der
Technik des Cloisonné und des Nasseintragens von Email. Die
oben beschriebenen "Tricks" werden im Laufe dieser Anleitung
wieder aufgegriffen. Gehen Sie zurück zur Technikseite
und klicken Sie auf den Schalter "Kugel emaillieren"
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