Kupferfolie
(etwa 0.1 mm stark) eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Sie
lässt sich sehr leicht verformen und regt zu interessanten
Experimenten an. Hinzu kommt, dass die Arbeiten mit einem etwas größeren
Lötgerät (Baumarkt) gebrannt werden können, so dass auch
grossflächige Formate möglich sind. Achten Sie beim Kauf darauf, dass
Sie "echte Kupferfolie" erwerben. Die in Bastelläden oft
in verschiedenen Farben angebotenen Folien für die "Drück-Technik"
besteht aus Aluminium. Diese Alu-Folien können mit normalen Schmuckemails
nicht emailliert werden, da ihr Schmelzpunkt zu niedrig ist. Wenn
Sie vergleichen können; "echte" Kupferfolie ist bedeutend
schwerer als die Aluminiumfolien Bei
dem Bild "Kruzifixus" wurde der Körper nur mit den Fingern
gestaltet. Bei dieser Technik muss die Folie vorher ausgeglüht
werden, damit sie leichter zu formen ist. Danach wird die Folie dem Design
entsprechend mit den Fingern immer wieder zusammengedrückt und geglättet,
bis das gewünschte Bild plastisch herausgearbeitet ist. An sehr
scharfen und harten Kanten kann auch mit einer Flach- oder Rundzange etwas
nachgeholfen werden. Eventuell ist Zwischenglühen erforderlich. Ist
das Relief genügend ausgearbeitet, wird das übrige Bild etwas
geglättet. Ein Bügeleisen kann hier hilfreich sein. Vor dem
Aufstreuen des Emails sprüht man etwas verdünnten Kleber auf die
gesamte Arbeit. Beim Aufstreuen des Emails sollte man die Arbeit immer
etwas "kippen", so dass auch die seitlichen Flächen des
Reliefs mit Email besiebt werden können. Beim großflächigen Glühen von
Metallen sollte immer eine Wärmeschutzbrille (Infrarotschutz) getragen werden.
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Die Zeichnung des rechten Bildes wurde mit einem Kugelschreiber von der
Rückseite aus gedrückt.
- Folie mit einem kräftigen
Lötbrenner zunächst weich glühen.
- Nach dem Erkalten Zunder mit einer
Drahtbürste entfernen
- Folie auf etwa 10-20 Lagen Zeitungspapier
legen
- Mit einem Kugelschreiber die
Zeichnung
von
hinten durchdrücken. ACHTUNG: Die Zeichnung muß spiegelverkehrt
aufgezeichnet werden.
- Drücken falls erforderlich mehrmals wiederholen.
- Bild umdrehen und von vorn die Flächen
der Zeichnung mit einem geeigneten Werkzeug, z. B. einem Falzbein, einem
abgerundeten Holz oder einem Poliereisen zurückdrücken. Dadurch
wird die Zeichnung plastischer.
- Ohne die Folie weiter zu säubern wird das Bild in der
Streutechnik mit Email betragen. Kein Gegenemail auftragen!!
- Folie auf
einen geeigneten Rost (z. B. Grillrost oder dergl.). plazieren.
- Von unten
mit einem kräftigen Lötbrenner die Folie so lange
erhitzt, bis das Email auf der Oberfläche schmilzt. Durch gezieltes
Brennen lassen sich noch besondere Effekte (Email überhitzen,
durchbrennen usw) erzielen.
- Folie abkühlen lassen.
- Zunder von der Rückseite
entfernen und die Folie auf einen geeigneten Hintergrund kleben (geeignete
Kleber = Kontaktkleber wie z. B. Pattex oder Montagekleber). Wegen des
rustikalen Charakters solcher Arbeiten ist es nicht tragisch, wenn dabei
etwas Email absplittert.
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