Freies Malen mit Emailpulvern

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Beschreibung

Das freie Malen mit Emails ist nicht identisch mit dem klassischen Malemail! Beim klassischen Malemail wird Bild in freier Maltechnikentweder mit Metalloxiden (siehe dort) oder mit feinst verriebenen Emails und mit einem Malmittel, z. B. Sandelholzöl gemalt. Modernere Emailmalfarben sind: Acrylemailfarben, Wassermalfarben oder Emailmalkreiden von Thompson enamel, USA. Diese modernen Malfarben sind wesentlich einfacher zu verarbeiten als die klassischen Oxidmalfarben.

Beim freien Malen verwendet man Emailpulver normaler Korngröße. Auf eine transparent oder opak voremaillierte Kupferplatte wird mit normalen Emailpulvern ähnlich wie mit Ölfarben frei gemalt. Dazu werden die Pulver mit etwas Kleber (Quittenkernsaft, Tragant, Tapetenkleister o. ä.) und Wasser zu einem Brei angerührt.

 

 

Durchführung

  • Eine Kupferplatte wird beidseitig emailliert. Auf die Rückseite kommt Gegenemail, die Sichtseite emailliert man am besten weiß opak oder mit Fondant
  • Nach dem Brennen und Auskühlen wird die Sichtseite gut mit Kleberwasser eingesprüht.
  • Bild Mal- und SchablonentechnikAuf diese nasse Fläche erfolgt der Auftrag der Emails mit Aquarellpinseln oder Spachteln. Besondere Effekte lassen sich erzielen, indem man in die nasse Fläche mit den Fingerspitzen oder kleinen Sieben trockenes Email einstreut.
  • Ist alles Email aufgetragen, wird die ganze Emailschicht sehr nass eingesprüht.
  • Mit einem geriffelten Gegenstand, z. B. dem Griff einer Pinzette, wird seitlich an den Rändern „geriffelt". Durch diese Vibration setzt sich das Email und die Konturen der Malerei werden weicher.
  • Arbeit an einen warmen Ort zum Trocknen stellent, z. B. oben auf den vorgeheizten Emailofen.
  • Nach dem Trocknen brennen.

Die Bilder "Im Outback" und "Industrielandschaft" wurden ohne Vorzeichnung "gemalt". Beim Bild "Industrielandschaft" wurde auf die voremaillierte Platte eine Konturenzeichnung mit "Underline black", einem sehr feinen, in Öl angerührten Email gemalt. Diese Linien scheinen durch die transparenten Emails hindurch und ergeben die Konturen. Fällt das Bild nicht zur Zufriedenheit aus, kann es in der gleichen oder einer anderen Technik überarbeitet werden. 
Ein besonderer Effekt lässt sich erzielen, wenn zum Schluss noch ein weiches Fondant über die gesamte emaillierte Fläche gestreut und das Bild nochmals bei etwa 850 Grad C gebrannt wird. Es entsteht eine Art „Hammereffekt".

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