Kommentar des Übersetzers. Übersetzung:
E. Maßow, aus dem "Workbook" von Thompson Enamel, P.
O. Box 310, Newport, KY 41072, USA. Mit
freundlicher Genehmigung von Woodrow Carpenter. Dieses
mehr als preiswerte Workbook enthält sehr viel Wissenswertes rund um das Email
und ist wirklich empfehlenswert. (
Anmerk. d. Übersetzers: Das US-Sieb 80 mesh entspricht in Deutschland einem
Sieb mit 0,177 mm Maschenweite und einem Drahtdurchmesser von 0,119 mm, d. h.
Emailpulver das dieses Sieb passiert hat eine maximale Partikelgröße von etwa
0,2 mm.) Zum Aussieben des 80 mesh-Anteils benötigt man 2 Siebe u. z. 70 mesh =
( in Deutschland: 0,21 mm, 80 mesh ~= 0,18 mm. Das auf dem 80 mesh zurückbleibende
Email hat dann eine Korngröße von etwa 0,18 - 0,20 mm). Ehe ich diesen Artikel kennen lernte, habe ich immer naß
gemörsert, was wesentlich arbeitsintensiver ist. Jetzt arbeite ich nur noch
nach der Carpenter Methode. Die Ergebnisse beider Verfahren unterscheiden sich
nicht. Da ich aber transparente Emails überwiegend für Silberschmuck einsetze,
zerkleinere ich nur etwa 10 Gramm Email auf einmal. Das reicht bei den meisten
Farben und bei meinem "Ausstoß" mindestens 2 Monate. Der von mir
benutzte Mörser hat etwa 15 cm Durchmesser. Die Emailbrocken zerstoße ich wie
oben beschrieben direkt im Mörser, (nicht in einem eisernen Zerkleinerer, so
kommen keine Metallsplitter ins Email!),
der mit einer Plastikplatte mit Loch für den Pistillstil zugedeckt ist.
Ist das Email auf etwa Mais- bis Reiskorngröße zerkleinert, entferne ich die
Hälfte des Emails aus dem Mörser. Den Rest reibe ich für etwa 10 Sekunden. Dann
siebe ich ab. Der Grobanteil kommt zurück in den Mörser und wird wieder ca 10
Sek. gemörsert. Absieben und den Grobanteil nochmals etwa 5 -10 Sek.
zerreiben. Danach sollte diese Menge
etwa gebrauchsfertig sein. Mit dem 2. Anteil verfahre ich genau so. Wichtig ist
nicht zu lange zu reiben. Der Fein- bis Feinstanteil und damit der "Ausschuß" erhöht sich mit der Länge
der Mörserzeit beträchtlich.
Das
gesamte zerkleinerte Email siebe ich dann über einen Siebsatz bestehend aus
einem 80 mesh und einem 125 mesh Sieb. Auf die beiden Siebböden gebe ich je
eine Münze, die das Absieben beschleunigen. (Bild 5). Die Anteile die auf den beiden
Sieben zurückbleiben gebe ich zur Lagerung in je ein Filmdöschen. So hat man
später beim Eintragen der Emails in ein Werkstück 2 verschiedene Körnungen zur
Verfügung. Vor der Verwendung wasche
ich die Gebrauchsmenge zwei mal mit destilliertem Wasser. Zur Lagerung der gemahlenen
Emails benutze ich Filmdöschen, die man in Fotolabors erbitten kann. Sie schließen
absolut dicht, was der Lagerbeständigkeit der Emails zugute kommt.
Der
Emailanteil der das 125 mesh Sieb passiert
ergibt ein gutes Gegenemail. Man kann alle gleichen Farbtöne (Gelb, Blau, Grün usw.) in einen Behälter geben
und so als sehr gutes Gegenemail benutzen. Eine
andere Möglichkeit ist, den <125 mesh Anteil nochmals über ein 325 mesh Sieb
zu geben. Nach Herrn Dr. F. Schegk, München ergibt der Feinstanteil <325 mesh mit Acryl-Klarlack angemischt
ein vorzügliches Malemail!! Die Verarbeitung dieses Acryl-Malemails ist
laut H. Dr. Schegk wesentlich einfacher als das Malen mit Sandelholzöl oder dergleichen.
Wer
seine Emails frisch aus Brocken- oder Splitteremail anreibt weiß, daß der
Mörser gerne auf der Arbeitsplatte hin und her rutscht. Mit dem Mörserhalter
wird das sicher verhindert. (Bild 1). Aus einem Hartholzbrett wird eine konische Öffnung
gesägt, die etwa dem mittleren Mörserdurchmesser entspricht. Ich verwende einen
Porzellanmörser von ca 15 cm Durchmesser. Der Mörserboden
darf nicht ganz durch die Öffnung reichen, eventuell 2 Bretter nehmen. Öffnung
mit etwas dickeren Gummistreifen (LKW-Schlauch, Einmachringe oder ähnlichem)
bekleben. (Bild 2). Uunbedingt bei allen Arbeiten wasserfesten Kleber verwenden!! Das
durchbrochene Brett auf ein etwas größeres Brett aufschrauben. Das ganze mit
Schraubzwingen am Arbeitstisch befestigen, den Mörser hineinstellen und wie man
in Bayern sagt "Auf Gehts "
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