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Eine
besondere Technik hat Karl Heiman †, Bochum, entwickelt. Er nennt
sie "Mosaiktechnik". Die Wirkung ist recht interessant!! Deshalb hier
eine kurze Beschreibung.
- Eine 0,8-1,0 mm starke Kupferplatte beidseitig emaillieren. K. Heimann nimmt
für die Bildseite immer Fondant. Es kann jedoch auch jede andere
Grundfarbe verwendet werden. Die Grundfarbe sollte aber nicht zu dunkel sein!
- Die für
die Arbeit vorgesehenen
Emails, bevorzugt opake Farben, jede für sich etwa 1 mm dick auf Kupferfolienstücke aufsieben.
Selbstverständlich kann man hier Reststücke von Folien verwenden.
- Besiebte
Folien
auf eine Brennunterlage legen und bei etwa 750-800 Grad Celsius im Ofen brennen.
- Nach dem Abkühlen Folie knittern, sodass das Email abspringt. Es
entstehen lauter kleine Emailsplitter die auf der Unterseite schwarz sind (bedingt
durch das Kupferoxid) und die von der Oberseite ihre Farbe zeigen. Sie
sollten erwa 5-8 mm Kantenlänge haben.
- Emailsplitter
farbig sortiert in kleine Schälchen geben. Aus
diesen farbigen Stückchen wird später das Bild zusammengesetzt. Die gereinigten
Folienreste können evtl. wiederverwendet werden.
- Emailsplitter,
mit der farbigen Seite nach oben, mit einer Pinzette
aufnehmen. und in ein Schälchen mit Kleber (Tapetenkleister)
eintauchen.
- Splitter
mosaikartig
zu dem gewünschten Design zusammenfügen.
- Sind
alle Mosaikstückchen aufgelegt, Bild von der Sichtseite
mit verdünntem Kleberwasser einsprühen. Das verhindert,
dass die Teilchen beim Transport z. B. in den Ofen,
verrutschen.Befriedigt das Bild, kann man
es nochmals dünn mit Kleber einsprühen, damit die Splitter beim Transportieren
und Brennen der Platte nicht verrutschen.
- Werkstück
gründlich trocknen lassen. Gibt man es nass in den Ofen,
springen die Emailsplitter im Ofen ab!!
- Werkstück vorsichtig auf einen Gegenemailständer legen
und brennen. Den Brand sorgfältig beobachten. Bei zu
heißem oder zu langem Brand schmelzen die Teilchen zu tief in das Grundemail
ein.
Nach dem Brand können, falls erforderlich, nochmals Splitter nachgelegt
und das Werkstück erneut gebrannt werden. Der Aufwand für diese Arbeit ist
relativ hoch. Allerdings haben Mosaikbilder auch einen ganz eigenen Charakter.
Selbstverständlich lassen sich in dieser Technik auch Schalen, Dosen, Schmuck
usw. gestalten Eine Variation der Technik: Eine sehr dünne Schicht eines Grundemails
auf die bereits einmal voremaillierte Platte sieben und die Emailsplitter in
diese ungebrannte Schicht einlegen. Der Vorteil: Die Splitter verschieben sich
nicht so leicht.
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