Annette
Peuckert
Kaldenichstr. 53, 40625 Düsseldorf, Tel: +49 - (0)211 - 29
45 48
Annette Peuckert , 1956 geboren in Düsseldorf, 1973 - 1977 Studium der Emailkunst a.d. Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich: Schmuck-Design bei Prof. Sigrid Delius, seit 1977 Selbständig in eigener Werkstatt.


Die Emailkunst ist - wie Funde auf Zypern und Kreta zeigen - seit etwa 1300 v. Chr. bekannt. Sie hatte ihre Blütezeiten, war aber auch zwischendurch über längere Zeiträume in Vergessenheit geraten.
Um diese Kunst heute ausüben zu können, bedarf es besonderer Eigenschaften ein sehr feines differenziertes Farbgefühl, eine sehr ruhige Hand, außerordentliche Geduld und die Charakterstärke, Tag für Tag, Jahr für Jahr, alleine in der Werkstatt arbeiten zu können. Zwar ohne Druck von Außen, aber den eigenen Ansprüchen genügend.
Nach Absolvierung der Fachhochschule hat Annette Peuckert sich zunächst den unbekannten mittelalterlichen Meistern gewidmet, die ausschließlich christliche Motive gestalteten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit diesen in ihrer Art einzigartigen Exemplaren, hat Annette Peuckert ihr handwerkliches Können zur höchsten Perfektion vervollkommnet!
Dieses Können und Wissen fließen nun ein in ihre Arbeiten nach eigenen Entwürfen ganz persönlicher Prägung. ,
Die größeren Arbeiten werden in Kupfer gearbeitet und z.T. anschließend vergoldet. Die Schmuckstücke werden aus lOOOer-Feinsilber hergestellt. Jeder Arbeitsablauf - vom Auswalzen des Silbers, Aussägen der Form etc. ist reine Handarbeit und bei jedem einzelnen Teil ein immer erneuter individueller Vorgang.
ARBEITSGÄNGE
Grubenschmelz
Idee entwickeln. Entwurf zeichnen.
Farben auswählen (200 Möglichkeiten).
Kupferplatte vorbereiten.
Motiv mit Asphaltlack auftragen.
Im Eisenchloridbad ätzen.
Ausbesserungen vornehmen.
Ätzbad wiederholen.
Die geätzten "Gruben" mit den entsprechenden Farben (Pulver) mittels feinstem Werkzeug ausfüllen. Kein Stoß, kein Windhauch darf die Platte berühren.
Der Brennofen wird auf ca. 800 - 900° aufgeheizt, um die Arbeit 5-10 Min. zu brennen.
Schleifen. Polieren.
Zellenschmelz
Flach gewalzte Drähte werden zu Zellen gebogen, die sich klar voneinander absetzen und zusammen ein geschlossenes Bild ergeben.
In große Zellen, z.B. auf lOOOer-Feinsilber werde lose Drähte in freier Zeichnung gesetzt.
Danach werden die Zellen mit Email-Pulver ausgefüllt, gebrannt und geschliffen. Siehe auch oben.
Es liest sich in der Theorie so einfach, aber die einzelnen Feinheiten sind so diffizil, daß man sie kaum beschreiben kann. Zum Beispiel das Säurebad: Stets die Frage, ist es nicht zu stark, nicht zu schwach? Wie lange darf die Arbeit in der Säure liegen? Manchmal muß die Nachtruhe unterbrochen werden, um nach dem Rechten zu sehen. Es kann geschehen, daß tagelange Arbeit sich in Nichts
auflöst!
Auch das Brennen im ca. 900° glühenden Ofen - es kommt auf die Sekunde an!!
Schmuckarbeiten
Der Herstellung einer Email-Arbeit wohnt immer noch "ein Zauber inne" und birgt das Geheimnis einer mittelalterlichen Alchemisten-Küche.
Wer nun diese Kleinodien betrachtet, sieht oder ahnt, mit wieviel Liebe und Können sie entstanden sind!