| Beschreibung
Die
Streutechnik steht eigentlich am Anfang aller Emailarbeit. Sie ist
die Grundtechnik schlechthin. Mit einem feinen Sieb
(Teesieb mit flachem Boden, besser aber ein Sieb aus dem Fachhandel) wird das Emailpulver
auf die vorher
gut gereinigte Metallfläche gesiebt. Als Faustregel gilt, daß
die aufgesiebte Emailschicht etwa so dick sein soll wie das Trägerblech!
Vor allem das Gegenemail, in manchen Büchern auch Konteremail
genannt, läßt sich so schnell auftragen. Es empfiehlt sich auch
bei ebenen Flächen (bei steilen oder gewölbten Flächen ist
es ohnehin unumgänglich), vor dem Aufsieben etwas "Kleberwasser"
auf die Metallfläche zu sprühen. Dadurch zieht sich das Email
beim späteren Brennen nicht so leicht von den Rändern zurück.
Empfehlenswert ist es auch, die Ränder etwas dicker mit Email
einzustreuen, da hier die Wärmebelastung und damit die Gefahr des Überbrennens bzw. Verbrennens des
Emails am größten ist. Selbstverständlich kann man
verschiedene Farben gleichzeitig aufsieben.Die links abgebildete Schale wurde
zunächst gegenemailliert, danach
die Sichtseite mit der Stahldrahtbürste und Schmirgel vom Zunder
befreit. Als nächstes wurde Fondant partiell aufgesiebt und das Stück
dann gebrannt. Es entstehen die dunklen Flecken. Schaleninnenseite mit
Stahldrahtbürste von losem Zunder befreien und dann die anderen
Farben (Hellgrün, Dunkelgrün, Braun, Fondant) aufsieben.
Brennen. Ränder durch Schleifen vom Zunder befreien.
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Technik
- Grundtechnik für
eine wagerechte Fläche:
- Metallfläche, in
der Regel Kupferblech, mechanisch durch Schmirgeln oder
chemisch mit Säure reinigen. Die Oberfläche muß absolut
sauber und fettfrei sein!!
- Test der Oberfläche
auf Fettfreiheit.
- Wasser auf die Oberfläche
geben. Das Wasser muß sich gleichmäßig über die gesamte
Oberfläche verteilen. Bilden sich "Inseln" ist
die Oberfläche noch fettig und muß besser gereinigt werden.
- Sauberes, glattes Blatt
Papier, deutlich größer als die zu besiebende Emailplatte
auf der Werkbank ausbreiten. Vom Papier kann später das
saubere, überschüssige Email wieder zurück in den Emailbehälter
gegeben werden.
- Kleine "Böckchen"
oder dergl. auf das Papier stellen.
- Platte mit Kleberwasser
einsprühen.
- Feuchte Platte mit
der besprühten Seite nach oben auf die Böckchen legen,
so daß die Platte etwa 1 cm oberhalb des Papierbogens ist.
Das erleichtert später das Aufheben des bestreuten
Blechs.
- Emailsieb etwa 1/3
mit Email füllen.
- Durch schütteln oder seitliches Anklopfen an das Sieb
das Email auf die Platte sieben. Dabei das Sieb so halten,
daß es sich etwa 10 cm oberhalb der Platte befindet. Die
aufgesiebte Emailschicht soll in etwa so dick sein wie das
zu emaillierende Blech.
- Besiebte Platte auf einen Gegenemailständer legen und
das Ganze auf den Ofen zum Trocknen stellen.
- Steigen keine Dämpfe mehr auf, Platte in den Ofen geben
und brennen.
- Brand beobachten und Platte herausnehmen, sobald die
Oberfläche des Emails glänzt. ACHTUNG
Beim Blick in den
Ofen immer eine Infrarot-Schutzbrille tragen. Ansonsten
können die Augen Schaden nehmen.
- Die noch heiße Platte auf eine plane
Fläche legen und mit einem geeigneten Gegenstand z. B. einem
alten Bügeleisen, flach drücken.
- Platte reinigen und gegebenenfalls auch die andere Plattenseite
emaillieren.
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